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„Lucas ist aufgeblüht, seitdem Christa mit ihm arbeitet. Dieses Jahr hat er es geschafft, eigenständig zu gehen – das war einer der glücklichsten Momente in meinem Leben“, erzählt die Mutter des vierjährigen Lucas im Diakonie Blog.

Der vierjährige Lucas möchte gern mit beiden Beinen im Leben stehen. In der Therapie kommt er diesem Ziel Schritt für Schritt näher.

Lucas steht auf einer dicken, instabilen Matte, seine Beine wackeln etwas. Nur mühsam kann er das Gleichgewicht halten. Die diplomierte Physiotherapeutin Christa Leonfellner beobachtet jeden Schritt. Lucas streckt seine Beine durch, stemmt sich hoch. Heute hat Lucas ein konkretes Ziel: Er möchte die Matchbox-Autos auf der Rennbahn bewegen. Lucas richtet sich auf, streckt seine Beine durch und fasst sich das erste Auto.

Eine Herausforderung für jemanden, der noch vor kurzem nur mit Fußschienen und teils durch einen Gehrollator gestützt vorangekommen ist. Lucas hat nicht so krabbeln begonnen wie alle anderen, war in der Entwicklung verzögert, hat mit kleinen Dingen gekämpft. Sitzen war etwa lange nicht möglich.

Doch Dank Therapie wagt sich der Vierjährige mittlerweile sogar schon aufs Pferd. Sein Lieblingspferd hört auf den Namen „Johnny“. Neben der besonderen Bewegungsabfolge ist es auch der Mut, der Lucas gut tut.

Spiel oder Therapie?

Genau an dieser Schwelle erfolgt die Therapie im Therapiezentrum Linzerberg in Gallneukirchen. „Es soll Spaß machen, damit die Kinder auch dabei bleiben“, betont die Therapeutin Christa Leonfellner. „So vergessen die Kinder die Anstrengung und trainieren motiviert!“ Das Training zur Stabilität auf einem Bein kann ermüdend sein, aber einen Ball ins Tor zu schießen, das macht dem Kleinen Spaß.

Die wichtigste Rückendeckung bekommt Lucas aber von seiner Familie. Zu jeder Therapie begleiten ihn nicht nur seine Mama, sondern auch seine große Schwester und sein kleinerer Bruder. Besonders sie sind es, die ihm den sicheren Rahmen für seine weitere Entwicklung geben und ihn stets ermutigen, den nächsten Schritt zu tun. Oder wie es Stefanie G., Lucas‘ Mama formuliert: „Lucas ist aufgeblüht, seitdem Christa mit ihm arbeitet. Dieses Jahr hat er es geschafft, eigenständig zu gehen – das war einer der glücklichsten Momente in meinem Leben.“