Direkt zum Inhalt

Wie im Artikel „Assistenzhund: Die ersten Schritte zum neuen Hund“ bereits erwähnt, dauert eine Partnerhunde-Einschulung zwei Wochen. In dieser relativ kurzen Zeit, werden Mensch und Hund zu einem Team geformt. Jeden Tag muss man als Hundebesitzer eine Prüfung ablegen, welche das am Vortag gelernte theoretische Hundewissen testet.

Vorbereitung auf das Leben Zuhause

Den restlichen Tag verbringt man aktiv an der Seite des neuen Assistenzhundes. Man geht mit ihm einkaufen, spazieren, trainiert im Hallenparcours und vieles mehr. Ausflüge in Einkaufszentren, Restaurants und in die Stadt stehen auch am täglichen Plan. Jede mögliche Alltagssituation soll in dieser Zeit durchgespielt werden, um das neue Team auf das Leben Zuhause vorzubereiten. Ein Tag am Hundehof beginnt für einen neuen Hundebesitzer um acht Uhr und endet meistens gegen sechzehn Uhr. Danach stehen noch eigenständig Hundepflege, Spaziergänge, Lernen und natürlich Füttern am Programm.

Den neuen Hund kennenlernen

Meiner Meinung nach sind es speziell die ersten Tage, an denen man den Hund kennenlernt. Man muss sich auf die jeweiligen Reaktionen und Verhaltensmuster des Hundes einstellen können, um ihn richtig lenken und korrigieren zu können. Doch nicht nur der Mensch muss sich auf den neuen Begleiter, sondern auch er muss sich auf seinen neuen Besitzer einstellen können.
Ich habe zu Beginn meiner Einschulungszeit versucht, in den Pausen viel mit meinem Hund zu kuscheln und ihn von der Ferne zu beobachten. So konnte ich mir schnell ein Bild von seinem Charakter bilden.
Auch der Stundenplan in den ersten Tagen der Einschulung unterstützt diesen Aufbau einer Beziehung zum neuen Freund auf vier Pfoten. Es wird einem gezeigt, wie man den Assistenzhund richtig bürstet, die Haare schneidet und in einer passenden Tonlage mit ihm spricht. In meinem Fall hatte ich nach ungefähr drei Tagen das Gefühl, dass mein Golden-Retriever Rüde verstanden hat, wer sein neuer Besitzer ist.
Nach diesen drei ersten Tagen darf man ihn dann auch schon über Nacht mit ins Hotel nehmen. Die erste selbstständige Fütterung und der erste Spaziergang zu zweit sind natürlich eine der aufregendsten Dinge in dieser Zeit. 

Hotel

Ich habe mich für das Hotel Hammerschmiede, ungefähr zehn Fahrminuten vom Hundehof entfernt, entschieden, da es dort genügend Natur und Ruhe gibt, um mit dem Hund gemütliche Spaziergänge erleben zu können.
Da es rund um das Hotel jedoch sehr viele freilaufende Tiere gibt, darunter Katzen und Pfaue, war der erste Tag mit Hund im Hotel natürlich doppelt aufregend. Gott sei Dank werden die Hunde am Hundehof schon von klein auf an alle möglichen Arten von Tiere gewöhnt und wir hatten keine Probleme. Sogar der Pfau, der sich liebend gerne auf unseren Balkon niederließ, beeindruckte meinen Begleithund wenig.
Den ersten Artikel dieser Reihe finden Sie hier: Assistenzhund: Die ersten Schritte zum neuen Hund (von KI-I)