Direkt zum Inhalt

Diesem Thema widmen sich vom 19. bis 21. Juni 2015 Nachwuchswissenschafterinnen und -Wissenschafter bei den diesjährigen Workshoptagen „Herausforderungen internationaler Inklusionsforschung“. Die Veranstaltung findet an der Stiftung Universität Hildesheim statt.
Auch in diesem Jahr gibt es neben Fachvorträgen die Möglichkeiten der Vorstellung eigener Forschungsprojekte und -vorhaben sowie genügend Raum für diskursiven Austausch.

Motivation

Die erziehungswissenschaftliche Fachdiskussion in Deutschland verständigt sich immer mehr auf den Begriff und die Ziele inklusiver Bildung und Erziehung. Die Fachwelt wird sich immer klarer über die Inhalte und Umsetzungswege von inklusiver Bildung. Expertinnen und Experten beschreiben dafür beispielsweise die Teilhabe- und Exklusionsprozesse in Bildungseinrichtungen. Sie analysieren diese und auch die Transformationsprozesse auf den unterschiedlichen Ebenen des Bildungssystems.
Zeitgleich werden rechtliche, also normative, Leitlinien für die Bildungspolitik entwickelt. Dabei wird die Gefahr gesehen, dass "Inklusion eine leere, beliebig instrumentalisierbare Formel wird, unter der sich wahllos pädagogische und politische Praxen subsumieren" (vergleichendes Zitat der Workshop-Veranstalter aus Hazibar & Mecheril 2013).
Um dem entgegenzuwirken, sind eine tiefgründige Untersuchung und Aufarbeitung von Inklusion und inklusiver Bildung als internationales Phänomen sowie die der damit verbundenen Praxen unerlässlich. Dafür wird der Blick auf internationale Ansätze gerichtet und diskutiert, ob und wie diese in Deutschland umsetzbar sind.
(Quelle: Universität Hildesheim; Hazibar, K., Mecheril, P. (2013): Es gibt keine richtige Pädagogik in falschen Verhältnissen. Widerspruch als Grundkategorie einer Behinderungspädagogik. Zeitschrift für Inklusion-online.net. Verfügbar unter: http://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/23/23)
(von KI-I)