Inklusive Stadtteilentwicklung steckt vielerorts noch in den Kinderschuhen. Ein Musterbeispiel entsteht jedoch derzeit in Hamburg Altona.
Das Forum „Eine Mitte für Alle“ definiert inklusive Ziele und entwirft Planungsübersichten für den neu zu entwickelnden Stadtteil „Mitte Altona“.
Das Entscheidende bei diesem Projekt: Die Empfehlungen des Forums fließen schon in die Vorplanungen ein. Sie werden von den beteiligten Gremien mitgetragen und sind von Anfang an Teil des Projekts.
Das Forum „Eine Mitte für Alle“ ist offen für alle Interessierten. Bürger und Bürgerinnen sowie Vertreter und Vertreterinnen unterschiedlicher Institutionen sind Teil dieser Plattform. Dazu gehören Personen aus der Politik, der Verwaltung, der Kreativwirtschaft , ebenso wie Ausschüsse, Stiftungen, Universitäten, Initiativen und Baugemeinschaften. Auch Kirche und Stadtplanung machen mit.
Die Hintergründe des Projekts "Eine Mitte für Alle"
Initiiert wurde das Projekt durch die Initiative Q8. Q8 ist eine Initiative der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Diese Initiative begleitet den Prozess der inklusiven Stadtteilentwicklung.
Karin Haubenreisser von Q8 nahm damals auch Kontakt zum CEDOS-Netzwerk auf und lud Klaus Candussi als best practice-Vertreter auf eine Podiumsdiskussion ein. Seither ist das CEDOS Netzwerk, das sie für physische Barrierefreiheit stark macht, unterstützend in den Prozess eingebunden.
Im November 2013 zeichnete die Stadt Hamburg das Quartiersentwicklungsprojekt Q8 Altona für „Eine Mitte für Alle“ mit dem mit 10.000 Euro dotierten „Senator-Neumann-Preis“ aus.
„Eine Mitte für Alle“ wurde als inklusive Leitlinie im Wohnungsbauprogramm 2014 des Bezirks Altona aufgenommen. Auch die Bezirksversammlung Altona stellte sich einstimmig hinter die Ziele des Forums. Sie sprach sich im Februar 2014 dafür aus, dass die Hamburger Stadtentwicklungsbehörde (BSU) die Empfehlungen des Forums in den Vertrag der Mitte Altona mit den Eigentümern des Geländes aufnehmen soll.
Projektziele und Etappen der Stadtentwicklung "Eine Mitte für Alle"
Die Ziele und konkrete Empfehlungen sind in einem Plan beschrieben.
Beispiele aus dem Plan:
"Eine qualitätsvolle städtische Dichte und Kleinteiligkeit in der baulichen Entwicklung ist vorhanden, als Grundlage für kurze Wege zwischen Wohnen, Versorgen, Erwerbsarbeit und Freizeit."
Der Plan empfiehlt unter anderem kleinteilige Grundstücks-Eigentumsverhältnisse zu gewährleisten und zu sichern und auch Bezug auf Artikel 9 (Zugänglichkeit) aus der UN-Konvention zu nehmen.
"Es bestehen sichere verkehrsberuhigte und barrierefreie Hauptwegeverbindungen."
Hier werden für die konkrete Umsetzung neben taktilen Navigationshilfen auch Orientierungshilfen nach dem 2-Sinne Prinzip empfohlen.
"Inklusive Kinderbetreuung und Schule stehen wohnortnah zur Verfügung."
Empfohlen wird hier beispielsweise, diese Angebote in der Nähe von gut erreichbaren Haltestellen des öffentlichen Verkehrs anzubieten.
Hier gelangen Sie zur Übersicht der Ziele und Etappen der inklusiven Stadtentwicklung.
Nähere Informationen zum Projekt "Eine Mitte für Alle".
(Quelle: CEDOS; q-acht.net – "Eine Mitte für Alle")
(von KI-I)