Diese Frage stelle ich mir wiederholt, seit ich vom plötzlichen Tod unserer lieben Kollegin Jasmin Heine gehört habe. „Vollendet“ heißt das nicht, dass etwas voll endet? Ein Leben endet voll? Wann ist das?
Jasmin, du hast gern von deinen Eltern und Haustieren erzählt und obwohl du erst seit kurzer Zeit Teil unseres Teams warst, vermissen wir dich. Das weiß ich, denn ich habe das von anderen KollegInnen gehört. Eine Kollegin meinte über dich: „Sie hat sich darüber gefreut, die Geschützte Arbeit verlassen zu haben und konnte wenigstens noch für kurze Zeit das Arbeitsleben am allgemeinen Arbeitsmarkt erleben und genießen.“ Obwohl wir traurig sind, klingt das tröstlich.
Du hast gern gearbeitet, das war dir anzusehen, und obwohl manches anstrengend war, hast du auch mal darüber gelacht. Jasmin, du hast mit deiner fröhlichen Art unser Arbeitsleben bereichert. Daran erinnern wir uns gern und dafür sind wir dir dankbar.
Vielleicht ist es genau das, was ein Leben voll enden lässt – Eltern, Verwandte, FreundInnen, KollegInnen zu haben, die einen Menschen vermissen, egal wann er gegangen ist. Wenn das so ist, und daran glaube ich, dann hast du dein Leben voll gelebt.
(von Kerstin Matausch für das KI-I)