Mit 10. September 2012 startet das neue Schuljahr im Westen Österreichs. An diesem Tag eröffnet in Salzburg die erste AHS Oberstufe, in deren Klassen Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden.
Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich, freut sich, dass dieser Schulversuch nun ermöglicht wurde und betont, "dass es sich bei dieser inklusiven Oberstufe nur um einen Schulversuch handelt. Das generelle Recht auf inklusive Schule bis 18 Jahre ist noch nicht umgesetzt obwohl die `UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung` dies fordert".
Aus diesem Grund fordert die Diakonie von der österreichischen Bundesregierung das sofortige Recht auf inklusive Bildung für SchülerInnen in allen Schulen und auf allen Schulstufen in Österreich, also auch nach dem neunten Pflichtschuljahr.
In allen Schulen der Diakonie in Salzburg und besonders auch in der neuen inklusiven Oberstufe werden die Rahmenbedingungen für das Lernen an die unterschiedlichen Lernstile und auf die Bedürfnisse der SchülerInnen angepasst. "Dadurch ist es für alle Schüler und Schülerinnen einfacher, sich am Lernprozess zu beteiligen, und alle erreichen ihre Lernziele wesentlich leichter", erklärt Eva Kothbauer, die Geschäftsführerin des Diakonieverein in Salzburg. "So kommt Inklusion allen SchülerInnen zugute, auch jenen ohne intellektuelle Behinderung, und eine bisweilen befürchtete Nivellierung nach unten findet nicht statt."
(von Diakonie Österreich)