Christoph Schaschl (21) gab nach seinem Snowboardunfall nie auf und vertritt nun Österreich bei der Rollstuhlbasketball-EM.
Seit 2009, nach einem Snowboardunfall, ist der 21-jährige auf den Rollstuhl angewiesen. Für ihn ist dieser Unfall jedoch nicht etwa ein tragisches Ereignis gewesen sondern eher ein neuer Lebensabschnitt. Seit Samstag vertritt er Österreich bei der B-Europameisterschaft im Rollstuhlbasketball. Noch während seines Reha-Aufenthaltes in der Steiermark entdeckte der 21-Jährige seine neue Leidenschaft- Rollstuhlbasketball. "Am Beginn war es nicht so einfach, da einzusteigen. Man hat ja nur die Hände und muss mit denen den Rollstuhl steuern und den Ball kontrollieren. Das geht nicht von heut auf morgen", sagt Schaschl.
Dennoch ging es bei Schaschl schnell voran. Er trat im Dezember 2009 den Carinthian Broncos bei, wurde mit ihnen heuer Staatsmeister und trainiert seit heuer auch im Kader der Nationalmannschaft.
Auch in den anderen Bereichen des Lebens hat er schnell gelernt selbständig zu sein. Nach dem Unfall hat er seine Kochlehre abgeschlossen, jetzt arbeitet er – wenn er nicht Sport betreibt – im Restaurant seiner Eltern am Pyramidenkogel. "Ich war selbst erstaunt, wie gut ich den Unfall weggesteckt habe. Aber ich hatte eben den perfekten Rückhalt von meiner Familie und meinen Freunden bekommen. Sie waren immer für mich da und haben mich bei jeder Entscheidung unterstützt." (kleinezeitung.at)
„Insofern sieht Schaschl seinem Weg zur Profisportkarriere zuversichtlich entgegen. Er strebt einem Engagement in der deutschen Bundesliga entgegen. Die Zeit bis dahin vertreibt er sich mit Schwimmen, Schifahren, Tauchen. ‚Ich mach 70 Prozent von dem, was im Behindertensport möglich ist." Dass ihn sein Unfall allerdings auch zwingt, Abstriche zu machen, räumt er ein. "Manchmal denkt man an das zurück, das früher alles gegangen ist. Das geht jetzt nicht mehr. Aber da muss man drüberstehen und weiter versuchen, es so gut, wie es geht, zu erreichen.‘“ (kleinezeitung.at)
Quelle: Spielend das Comeback geschafft, Artikel in der kleinezeitung.at vom 26.6.2012
(von KI-I)