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Bundespräsident Dr. Heinz Fischer empfing am vergangenen Donnerstag den Selbstvertretungs-Beirat der Lebenshilfe Österreich: 12  Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, die ihre Interessen selbst vertreten. Sie überreichten als Gastgeschenk eine Torte, die dem Zeichen für “Leichte Sprache” nachgebildet ist. Von Texten in Leichter Sprache profitieren außer behinderten Menschen auch Menschen mit nicht-deutscher Muttersprache, ältere Leute oder Kinder.
“Leichte Sprache heißt: Die Sätze sind kurz und verständlich. Es gibt keine Abkürzungen, dafür Bilder und Piktogramme. Die Schrift ist groß und deutlich”, erklärte  Andreas Zehetner, Selbstvertreter aus Mödling. Heide Tomacek ergänzte: “Nur wenn wir Zugang zu Informationen haben, können wir am gesellschaftlichen Leben teilhaben, zum Beispiel beim Einkaufen.” Beim Lebenshilfe-Aktionstag am 5. Mai wird sie beim Round-Table in Wien berichten, wie Einkaufen ohne Hindernisse im Supermarkt funktioniert.

"Leichte Sprache" hält Einzug in die Hofburg

Um Gusto auf die Verwendung von leicht verständlicher Sprache zu machen, überreichten die Selbstvertreter dem Gastgeber eine Torte in der Form des Logos von “Leichte Sprache”, hergestellt in der Lebenshilfe-Konditorei Famoos in Graz. Der Bundespräsident zeigte sich beeindruckt: “Ziel ist, sich solidarisch gegenüber den Anliegen behinderter Menschen zu verhalten, damit sie ein Leben mit möglichst wenig Hindernissen führen können”, so Bundespräsident Dr. Heinz Fischer.

Aktionstag am 5. Mai

“Für ein Leben ohne Hindernisse” lautet das Motto des Aktionstages am 5. Mai. Barrierefreiheit und Gleichstellung für Menschen mit ehinderungen sind die Ziele. Selbstvertreter Hubert Raunjak: “Menschen, die in Werkstätten arbeiten, erhalten ein Taschengeld. Wir wollen einen gerechten Lohn für unsere Arbeit und einen Pensionsanspruch!”
Der 5. Mai ist seit 1992 Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Die Lebenshilfe feiert ihn als Tag der Inklusion und veranstaltet mehrere Aktionen zur Barrierefreiheit und Chancengleichheit.

Selbstvertretung in der Lebenshilfe

Die Lebenshilfe begleitet rund 10.000 Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in über 400 Einrichtungen. Seit 2007 gibt es in der Lebenshilfe Österreich einen Selbstvertretungs-Beirat, der die Interessen von behinderten Menschen vertritt.
(von Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.lebenshilfe.at; Quelle: OTS)