Direkt zum Inhalt

Mit einer Gesamtschau ihrer MAMA09-Werke schließen Art-Brut-Künstlerin Rosemarie Heidler aus dem Diakoniewerk und Künstler Christoph Raffetseder ihr Jahresprojekt ab.
LINZ/GALLNEUKIRCHEN. Im Kunstverein Paradigma in Linz präsentieren Rosemarie Heidler und Christoph Raffetseder bis Weihnachten eine Gesamtschau ihrer Werke, die in ihrem Jahresprojekt MAMA09 entstanden sind. Eröffnung der Ausstellung ist am Donnerstag, 19. November, 19 Uhr, zur Ausstellung und zum Projekt spricht Dr.in Brigitte Reutner vom Lentos Kunstmuseum Linz. Im Anschluss daran gestalten die beiden KünstlerInnen gemeinsam die Performance “HERZ AUCH.100”.
Zum Projekt MAMA09 ist ein interessanter Katalog erschienen. Die Ausstellung ist bis zum 24. Dezember, jeweils mittwochs bis freitags 14 bis 19 Uhr, und nach Vereinbarung zu sehen.
Mit ihrem künstlerischen Dialog MAMA09 haben sich Heidler und Raffetseder das ganze Jahr hindurch im privaten und öffentlichen Raum in die Linzer und oberösterreichische Kunstszene gemischt – mittels einer vierzehntägig erscheinenden Kunstpostkarte und einem Kunstplakat, das alle vier Wochen herauskommt. Außerdem ist es ihnen gelungen, sich im Rahmen des Linz09-Projektes “formuliert – Konvergenzen von Schrift und Bild”, das das Kunstmuseum Lentos, die Künstlervereinigung MAERZ und das StifterHaus gemeinsam durchführten, einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

Kunst im Dialog

“Liebe Mama” – aus dieser Widmung an ihre Mutter, die in vielen Bildern und Texten von Rosemarie Heidler vorkommt, entstand der ironisch gebrochene Titel MAMA09 für das künstlerische Dialog-Projekt von Rosemarie Heidler und Christoph Raffetseder. Bereits seit zwei Jahren besteht die Zusammenarbeit der beiden Gallneukirchner Künstler, die nun im Kulturhauptstadtjahr Linz09 einen neuen Höhepunkt findet. Die Zusammenarbeit hat sich aus einer Wesensähnlichkeit der beiden Künstler ergeben.
“Der Austausch konzentriert sich im Wesentlichen auf die Ebenen der Schrift/Sprache und der Zeichnung. Künstlerische Statements werden ausgetauscht und als `Reizflächen` für Interpretationen, Coverversionen oder Neuschöpfungen verwendet”, erklärt Christoph Raffetseder. Der künstlerische Austausch passiert vor allem über E-Mail und Internet. Meistens greift Raffetseder Texte seiner Dialogpartnerin auf und setzt sie grafisch um. Heidler wiederum reagiert auf die Zeichnungen von Raffetseder, indem sie eigene Bilder schafft. Auf den MAMA09 Kunstpostkarten und Plakaten finden beide zu einer Einheit.
(Text und Bilder: Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDiakoniewerk Gallneukirchen)