Direkt zum Inhalt

Die neu gegründete Firma "Tec Innovation" arbeitet an einem Schuh, der die Schuhträgerinnen und -träger weitestgehend vor Hindernissen warnt. Der Schuh richtet sich vor allem an Menschen mit Sehbeeinträchtigung und ältere Personen. 2017 soll der Schuh auf den Markt und auch in den Handel kommen.

Hindernisse bis fünf Meter Entfernung

Der Schuh ist mit verschiedenen Sensoren ausgestattet und kann Hindernisse in bis zu fünf Meter Entfernung erkennen. Taucht ein Hindernis auf – etwa ein Hydrant auf der Straße oder eine Treppe – wird die Schuträgerin oder der -träger entweder durch Vibration im Schuh, durch hörbare oder sichtbare Signale gewarnt.
Die hörbare Warnung soll über einen Kopfhörer erfolgen, der die Schallwellen über das Jochbein überträgt. Bei so einem System bleiben die Gehörgänge frei.
Die Art der Hindernismeldung sollen die Nutzerinnen und Nutzer selbst wählen können.
Das System soll auch erkennen, ob sich die Schuhträgerin oder der -träger in einer Umgebung befindet, wo wenig oder viele Menschen sind.
Bis zur Marktreife müssen noch mehrere Testphasen durchgeführt werden, so Geschäftsführer Kevin Pajestka. Diese werden mit mehreren Menschen mit Sehbeeinträchtigung durchgeführt.

Ab 2017 am Markt

Zunächst soll der Schuh in Österreich und Deutschland im Frühjahr 2017 auf den Markt kommen. Später werden auch andere europäische Länder und letztendlich auch die USA anvisiert. "Wir sind bereits mit namhaften Schuhherstellern in Kontakt, wie beispielsweise Waldviertler. Ein exakter Hersteller ist jedoch noch nicht selektiert", so Pajestka.

Interesse bei Bundesheer und Feuerwehr

Auch die Berufsfeuerwehr Wien und das Österreichische Bundesheer haben Interesse bekundet. Der Schuh könnte sie etwa bei schlechten Sichtverhältnissen warnen.

Schuhmodelle

Als erstes Modell des Walkassist ist ein Freizeitschuh geplant, später sollen auch Sport-, Wander-, Abend- und Kinderschuhe hergestellt werden. Der Preis soll sich zwischen 1.200 und 1.500 Euro bewegen, wobei für Kinderschuhe ein günstigeres Tauschsystem geplant ist.

Kein Massenprodukt

Ein Massenprodukt für den normalen Schuhfachhandel dürfte das Produkt nicht werden, da jeder Schuh an die Nutzerin und den Nutzer angepasst werdensoll. Das soll großteils mithilfe eines Online-Konfigurators geschehen, bei dem die notwendigen Einstellungen vorgenommen werden. Vereinzelt will man den Schuh auch in Geschäften anbieten.

Keine 100-Prozent Garantie

100 Prozent verlassen können wird man sich auf die Signale des Schuhs aber nicht können, sagt Pajestka. Diesen Eindruck wolle man auch gar nicht erwecken. "Es dient lediglich zur Unterstützung im Alltag", so Pasjestka.
Quelle: Birgit Riegler, 29.5.2016, Oesterreichisches Start-up erhält 500.000 Euro für sehenden Schuh, derStandard.at)
(von KI-I)