"Wer möchte schon verletzlich und abhängig sein!", stellt Chefredakteur Josef Fragner im Intro zur neuesten Ausgabe der Zeitschrift BEHINDERTE MENSCHEN fest und schreibt weiter: "An den Rändern des Lebens, wenn es in die Welt hinein und wieder heraus geht, sind wir der Abhängigkeit ausgeliefert. Aber sonst wollen wir doch autonom, selbstbestimmt, eigenverantwortlich das Leben im Griff haben. Wir entwerfen gerne solche Idealvorstellungen vom Menschen, die an der Realität nur allzu oft zerschellen."
Wissen
So nähert sich im Heft zum Thema "Verwundbarkeit und Widerstandskraft" eine AutorInnengruppe um Markus Dederich dem Thema Vulnerabilität in den verschiedenen Wissenschaften, die für die Behindertenpädagogik relevant sind. Ursula Stinkes streicht in ihrem Beitrag heraus, dass das menschliche Subjekt zwischen Selbstverwirklichung und Verletzbarkeit schillert. Michael Fingerle diskutiert den Zusammenhang der Begriffe Vulnerabilität und Resilienz, die grundsätzlich komplementär zu denken sind, und Georg Theunissen fordert ein Umdenken in Bezug auf autistische Verhaltensweisen: von der Fokussierung auf Störungen zu einem Verständnis als Ausdruck menschlichen Seins.
Betroffen sein
"Erzählen, was ich bisher erlebt habe, erleichterte und belastete auch zugleich", schildert Gerti Niedl den Beginn ihrer Genesung. "Verletztsein ist ein Ohnmachtsgefühl, das die Lebensgeister lähmt", beschreibt Dietmar Zöller sein Empfinden und "Bitten lernen, Brauchen lernen, Urvertrauen aktivieren", ist für Susanne Krahe das Mittel, ihr Leben nach der Erblindung zwischen Autonomie und Angewiesenheit zu meistern. Anna Mitgutsch lässt sich immer wieder von neuem von der unreflektierten Geradlinigkeit ihres Sohnes berühren und wünscht sich eine Gesellschaft, "in der Menschen, die sich ihre Unschuld bewahren können, Vorbilder wären."
Zur Inhaltsübersicht der Ausgabe 2_2016.
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(von Zeitschrift BEHINDERTE MENSCHEN)