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Im Gesetz über die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz), das ab 1. Jänner 2016 in Kraft tritt, werden zahlreiche Maßnahmen festgelegt. Bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung und andere gestaltete Lebensbereiche müssen barrierefrei zugänglich sein.



Doch was bedeutet "barrierefrei"?


Eine Barriere schränkt die "normale" Aktivität eines Menschen mit Handicap ein. Im Bereich Wohnen gibt es hier zahlreiche Beispiele. Im Eingangsbereich können Stufen, Türschwellen, fehlende Haltegriffe und Beleuchtung eine Barriere darstellen.

Rollstuhlfahrer sind in mehrstöckigen Gebäude auf Aufzüge und breite Türen angewiesen, auch zu schmale Gehsteige und Gehsteigkanten können problematisch sein.



Das gute Beispiel


Eine barrierefreie Einrichtung ist so gestaltet, dass sie alle Menschen – mit oder ohne Beeinträchtigung – optimal benützen können. Im Wohnhaus heißt das: Lift, breite Türen, ausreichende Beleuchtung und Haltegriffe. Das ist in der ÖNORM B 1600 (Planungsgrundlagen für barrierefreies Bauen) geregelt.



Wer muss umbauen?


Laut Gesetz müssen alle Dienstleistungen und Güter, die der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden sollen, barrierefrei zugänglich sein. Ein Supermarkt muss genauso ohne Stufen betretbar sein wie ein Kino, Restaurant, Verkehrsmittel, Bildungseinrichtung oder eine Arztpraxis. Auch der Arbeitsplatz muss barrierefrei sein.



Die Konsequenzen


Das Behindertengleichstellungsgesetz fällt in den Bereich des Zivilrechtes. Der Staat verhängt also keine Verwaltungsstrafe, sehr wohl können aber Betroffene auf Schadenersatz klagen.

(Quelle: heute.at, Artikel “Barrierefreiheit: Das ändert sich ab 1. Jänner 2016“ vom 20.12.2015)