Adi-Ida Landgraf: „I have a dream“ oder „Wie Träume Wirklichkeit werden“

18.10.2010
Adi Landgraf.

Adi Landgraf. (Foto ©: Kerstin Matausch, KI-I)

Adi-Ida hatte schon ein bewegtes Leben bisher. Aus Kirchdorf an der Krems (Oberösterreich) stammend, lebt er seit seinem 10.Lebensjahr zuerst im Internat und seit 30 Jahren im Dorf Altenhof der assista Soziale Dienste GmbH. Früher führte Adi Landgraf ein wildes, ausschweifendes Leben und hätte deswegen beinah „Das Dorf“ verlassen müssen. Seine Familie und andere herzliche Menschen zeigten ihm einen Weg auf, der ihm mehr Ruhe brachte. Ruhe allerdings nur was gewisse Ausschweifungen anbelangt. Ansonsten ist Adi-Ida Landgraf gar nicht ruhig und das ist gut so.

Als Berufe nennt er Führungen durch „Das Dorf“ Altenhof, Veranstaltungsorganisation (Open Air Kino im Dorf Altenhof), Lebenskünstler, Vortragender und seit kurzem auch Autor („Die Seele hinter dem Spiegel“).

Adi-Ida: Ein merk-würdiger Name. Ein merk-würdiger Mensch.

Sie werden sich fragen, wie es kommt, dass Adolf Leopold Landgraf sich Adi-Ida nennt, wo er doch ein Mann ist. Adi Landgraf bekennt sich öffentlich zu sich als Transgender, darum Adi-Ida und vielleicht auch, weil dieser Name für einen „verrückten“, „für alles offenen“ Menschen stimmig ist.

Eva Schreuer, Redakteurin seines kürzlich erschienen Buchs, beschreibt Adi Landgraf so: „Er ist so etwas wie ein ‚bunter Hund‘ … Und das nicht nur wegen seines auffallenden, 16km/h „schnellen“ lilafarbenen Elektro-Scooters, mit dem er auf seinen Ausflügen herumflitzt und die Gegend mit Schlagermusik und Hardrock beschallt – sondern auch, weil er meistens Frauenkleider trägt, und rot lackierte Fingernägel“ (Die Seele hinter dem Spiegel).

Adi ist eines von 7 Kindern der Familie Landgraf. Er ist das einzige Kind mit Behinderung. Glücklicherweise war er nie „der Arme“. „Meine Eltern haben mich dabei unterstützt, dass ich zu mir stehe“, ebenso wie seine Geschwister und Freunde. „Behinderung bleibt Behinderung. Besondere Bedürfnisse hat jeder von uns“, meint Adi-Ida Leopold und sagt: „Ich bin behindert und das passt so.“

I still have a dream: Ein Traum für Jetzt und die Zukunft

Adi-Ida hat Träume. Der Glauben anderer Menschen an und in ihn beflügelt seine Träume. „Wenn ich Träume oder Wünsche habe, gibt es immer jemanden, der mich unterstützt.“ Da sind die Familie, Betreuerinnen und Betreuer im Dorf Altenhof und Freunde. „Wenn sie mich nicht unterstützt hätten, hätte ich viele meiner Träume nicht verwirklichen können.“

Ein Buch zu veröffentlich war ein Traum, den er verwirklichen konnte. „Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterDie Seele hinter dem Spiegel“ ist sein erstes Buch.

Ein anderes Ziel: Adi-Ida Landgraf wünscht sich, dass Vorträge, die Menschen mit Beeinträchtigungen zum Thema haben, nicht mehr notwendig sind, dass sie wirklich gleichgestellt sind – „beruflich, sexuell, allgemein“. Adi-Ida ist sich sicher, dass er diesen Tag nicht mehr erleben wird, trotzdem möchte er dazu beitragen. Daher ist Adi-Ida Autor und hält Vorträge, zum Beispiel in Schulen, wo er sich für mehr Sensibilisierung engagiert.

Wenn Sie mehr über Adi-Ida Landgraf erfahren möchten oder Interesse an einem seiner Vorträge haben, die Ihr Leben garantiert positiv verändern werden, kontaktieren Sie Adi Leopold.

E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Maillandgraf@gmx.at

Website: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.adiida.at

Quelle: Adi-Ida Landgraf, Die Seele hinter dem Spiegel, 2010

(von Kerstin Matausch, KI-I)